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Nachdem die Oliven geerntet und
so schnell wie möglich zur Mühle transportiert worden sind,
werden sie einer Reihe von Verfahren unterzogen, nach deren Beendigung
das goldgelbe Öl zum Verzehr bereit ist. Der Transport der Steinfrüchte
in die Ölpressen muß in gut belüfteten Körben
vor sich gehen, um die Entstehung von Schimmel und Gärung in
den unteren Lagen zu verhindern. Bevor man mit der Extraktion beginnt,
werden die Oliven von restlichem Laub und Verunreinigungen befreit:
sodann sind sie für die Pressung bereit. In dieser ersten Phase
werden die Oliven zusammen mit den Kernen zermalmt; auf diese Weise
erhält man ein noch grobes Fruchtfleisch mit faserigen Bestandteilen,
die eine entwässernde Funktion haben. Der so gewonnene Brei wird
durchgeknetet, d.h. langsam durchgerührt, damit die Emulsion
von Wasser und Öl sich auflöst und man eine Trennung von
Öl und Fruchtwasser erreicht.
An diesem Punkt beginnt die eigentliche Extraktion, während der
die drei Bestandteile endgültig voneinander geschieden werden:
"sansa", Ölkuchen (die Preßrückstände),
Fruchtwasser und Öl. Tatsächlich gibt es mehrere Methoden
zur Gewinnung des Endprodukts, die man in kontinuierliche und nicht
kontinuierliche Methoden einteilen kann. Die traditionellste nicht
kontinuierliche Methode ist zweifellos die mechanische Pressung: man
gibt den Brei in flache runde Behälter aus Pflanzenfasern, sogenannte
"fiscoli" (um die Hygiene zu gewährleisten, verwendet
man heutzutage synthetische Materialien), und man stellt sie unter
eine Presse, die im Laufe einer Stunde die Ölflüssigkeit,
das Öl aus erster Pressung, austreten läßt. Die festen
Rückstände, die nach der Pressung auf den "fiscoli"
zurückbleiben, werden sansa genannt: diesem Ölkuchen kann
mit weiteren Verfahren noch Öl entzogen werden, wenn auch von
deutlich minderer Qualität.
Zu den gegenwärtig am häufigsten verwendeten kontinuierlichen
Methoden gehört die Zentrifugierung, die das unterschiedliche
spezifische Gewicht der einzelnen Bestandteile ausnutzt und zur Trennung
des Öls von den festen Bestandteilen und dem Fruchtwasser führt.
Das Öl, das man nach Ablauf dieser Verfahren erhält, ist
trüb und undurchsichtig. Nun ist eine gewisse Ruhezeit erforderlich
(Dekantierung), in deren Verlauf sich die noch enthaltenen festen
Substanzen am Boden absetzen, woraufhin man die Umfüllung vornimmt.
Manchmal wird das Öl erneut filtriert, und sodann erhält
man ein Produkt von leuchtender, klarer Farbe, ohne jene Pflanzenpartikel,
die den natürlichen Prozess des Ranzigwerdens beschleunigen könnten.
Damit sind die verschiedenen Abläufe der Ölgewinnung beendet,
und das sogenannte "olio nuovo", das neue Öl, kann
in den Handel gehen und den Geschmack unserer Speisen hervorheben.
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| (Die
Angaben entstammen Publikationen der Associazione Nazionale Citta'
dell' Olio) |
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